Schule, Momo Man und Lagerfeuer – Woche 2

Hier nun mein zweiter Blogbeitrag zu meiner Nepalreise 2018. Darin werde ich euch von ein paar Erlebnissen aus der zweiten Woche berichten. Beginnend beim Sonntag, der hier in Nepal nämlich den ersten Tag der Woche darstellt. Der Samstag ist damit der letzte Tag in der Woche und auch der Tag an dem keine Schule ist. Wenn man es so will wird der Samstag hier also zum Sonntag. Wobei Streiks und Feiertage diese vermeintliche Ordnung oft durcheinander bringen, wie ihr beim Bericht über meine erste Woche schon mitbekommen konntet. Diese Woche war aber alles wieder normal und so startete die Woche auch mit einem Schultag.
Viel Spaß beim Lesen.


Sonntag, 2.09.2018

Die Kinder haben wieder Schule, so gibt es nach dem wir die Kinder zum Bus gebracht haben Zeit für andere Sachen.

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Kinder beim in den Schulbus steigen
Mit dem Schulbus geht es für die Kids in die Schule.

Hannes und Toni nutzen diese um die kleine Katze zu einer Frau zu bringen, die eine Art Auffangstation aufgebaut hat. Den schon in dieser ersten Nacht hat sich herausgestellt, dass es für uns nicht möglich ist, neben der Arbeit die sonst ansteht, auch noch die Katze aufzupäppeln.

Ich beginne währenddessen mit Ellen (der Vereinsvorsitzenden), einige Arbeiten für den deutschen Verein zu erledigen. Manche Dinge lassen sich eben doch einfacher in direkter Zusammenarbeit erledigen, als nur mit Hilfe von Absprachen per Mail und Telefon.

Zur Tiffin-Zeit gehen wir Praktikanten gemeinsam bei KFC (wobei KFC hier abgesehen von Namen und Logo nichts mit dem KFC zu tun hat, wie wir es aus Deutschland kennen) essen. Kurz nachdem wir im Lokal angekommen sind stoßen auch Hannes und Toni zu uns dazu. Sie berichten, dass es eindeutig die richtige Entscheidung war die Katze zu der Frau zu bringen, wenn sie eine Chance hat dann dort. (1-2 Wochen später haben wir dann einen Anruf bekommen das die Katze es leider nicht geschafft hat)


Montag, 3.09.2018

Bevor ich nach Nepal geflogen bin habe ich mir eine To-do Liste mit Aufgaben geschrieben die ich gerne hier erledigen möchte. Darum mache ich mich auch heute wieder daran diese weiter abzuarbeiten. Abseits der Punkte auf meiner Liste, die sich in erster Linie um den Verein drehen, gibt es aber auch noch andere Sachen die ich hier in Nepal erledigen muss.

Den Momo Man besuchen zum Beispiel. Mein heutiges Tiffin besteht daher aus einem Milk Tea und einer Portion Momos zu der es hier die beste Momosoße der Welt gibt (nur Koriander sollte man vielleicht nicht ganz abgeneigt sein 😉 ), von der bekommt sogar nochmal welche nach 🙂

Teller mit Momos
Momos vom Momo Man

Dienstag, 4.09.2018

Heute fahre ich zusammen mit Mali und Laura nach Thamel. Erste Station ist dort der Naan Place, wo wir uns Naans und dazu eine gemeinsame Portion Palak Paneer (Spinat mit Paneer Käse) bestellen.

Der Hauptgrund für meinen Abstecher nach Thamel ist aber der Pilgrims Book Store. Es gibt nämlich noch eine Änderung die hier in Nepal eingeführt wurde seit meinem letzten Aufenthalt und das ist die Gute Nacht Geschichte. Dazu geht jeder Praktikant in ein Zimmer und liest dort zum Tagesabschluss eine Geschichte vor. Ist man fertig geht man noch gute Nacht sagen, was mit zu meinen Tageshighlights zählt, dazu aber an anderer Stelle mehr.

Für die Gute Nacht Geschichte habe ich mir überlegt, dass es cool wäre diese den Kindern nicht nur vorzulesen sondern vorzuspielen. Auf dem Kindercamp schließen wir damit jeden Zeltlagertag ab und man kann sehen wie die Kinder richtig in die Geschichte eintauchen.

Mein Plan ist also im Pilgrims Book Store ein geeignetes Buch zu suchen. Wir entscheiden uns am Ende für Charly und die Schokoladenfabrik und starten am Abend auch gleich mit dem ersten Kapitel.


Mittwoch, 5.09.2018

Junge füllt seine Tinte nach
Dorchi füllt seine Tinte für den anstehenden Schultag auf

Die freie Zeit, die wir jeden Tag wenn die Kinder in der Schule sind haben, nutze ich heute zusammen mit Lena, Paula, Toni und Hannes für einen Besuch von Swayambunath. Nach dem die Kinder in die Schule aufgebrochen sind, setzen also auch wir uns in den nächsten Bus Richtung Affentempel. Statt den Weg mit der großen Treppe zu nehmen, entscheiden wir uns für den etwas kleineren Zugang, der sich den Hügel nach oben schlängelt und auch noch an einem Kloster vorbeiführt. Dabei treffen wir auch auf die hier lebende Affenpopulation, welche für den Beinamen verantwortlich sind.

Wer die Blogbeiträge die ich bei meiner ersten Reise nach Nepal geschrieben habe kennt, erinnert sich vielleicht an die kleinere Bäckerei die ich/wir damals beim Besuch von Swayambunath aufgesucht habe(n). Die Bäckerei ist ziemlich unscheinbar in einem Hinterhof gelegen, da das ursprüngliche Gebäude beim Erdbeben zerstört wurde. Nach meiner Erinnerung ist da also dieses blaue Tor hinter dem eine gewisse Freifläche liegt welches ich auf dem Rückweg zur Ringroad versuche wiederzufinden. Doch wie beim Erkunden des Viertels rund um die Häuser, nach meiner Ankunft, merke ich auch hier wieder, dass ich zwar einiges wiedererkenne aber sich halt doch ein bisschen was verändert hat. Erschwert wird der Versuch die Bäckerei zu finden zudem dadurch, dass ich diese sonst immer beim Hinweg aufgesucht habe. So sind es irgendwann nur noch wenige Meter bis zur Ringroad und ich bin sicher, dass die Bäckerei nicht mehr kommt. Vorbeigelaufen sind wir auf jeden Fall, doch eine ein blaues Tor mit einer Freifläche dahinter ist halt doch sehr vage, zumal die Fläche inzwischen ja wieder bebaut sein könnte. Aus diesem Grund entscheiden wir uns dafür die Suche aufzugeben und zurück zu fahren.

Hannes, Lene, Toni und ich gehen dann zum Tiffin ins First Kitchen, um dort etwas zu essen. Da es als wir mit Essen fertig sind draußen gerade in Strömen regnet bleiben wir noch eine Weile sitzen, in der Hoffnung, dass der Regen etwas abnimmt. Als es dann Zeit ist das wir aufbrechen, Regnet es draußen immer noch, aber bei weitem nicht mehr so stark und so rennen wir zurück.


Donnerstag, 6.09.2018

Heute gibt es wie Montags auch zum Abendessen Rajma.

Nikita, Alisha, Pasang und Bhumisara warten darauf, dass das Essen beginnt. Donnerstags gibt es Roti zum Rajma.

Nach dem Essen spielen wir es ein weiteres Kapitel unserer Gute Nacht Geschichte.


Freitag, 7.09.2018

Am Abend wollen wir heute im alten Haus ein Lagerfeuer machen. Daher gehen Lene, Anish (der zusammen mit Rajesh inzwischen das alte Haus leitet) und ich, als die Kids aus der Schule zurückkommen, mit ein paar der Jungs los um Feuerholz zu besorgen. Wobei die ersten beiden Betriebe nur extrem dünne Latten als Abfälle haben, bei der dritten Schreinerei werden wir dann aber fündig und suchen uns zwei Säcke mit einen Mix aus dicken und dünnen Holzabfällen zusammen.

Die anderen Praktikanten sind währenddessen am Vorbereiten der Party die heute im neuen Haus starten soll. Für die jedes Kind sogar eine eigene Einladung bekommen hat.

Nach dem abendlichen Dal Bhat startet so im neuen Haus die Disco, während wir auf dem Sportplatz neben dem alten Haus das Feuer entzünden. Wer Lust hat kann sich über dem Feuer Marshmallows oder im Feuer Kartoffeln machen.

Aufgeschichtetes Holz für Lagerfeuer
Subash beim aufschichten und anzünden des Lagerfeuers.

Als alle Marshmallows aufgegessen sind holen wir auch noch eine Gitarre und so startet ein kleines Riff off Battle zwischen den Jungs und den Mädchen bei dem beide Gruppen jeweils wechselseitig nepalesische oder englische Lieder anstimmen.


Samstag, 8.09.2018

Auch den heutigen Samstag verbringe ich auch wieder mehr oder weniger in beiden Häusern. Im alten Haus wird die freie Zeit von ein paar Mädchen zum Tanzen genutzt, während im Study room Karten gespielt und zum Teil auch gelernt wird. Nachmittags setzen wir dann gemeinsam den Movie Workshop noch ein bisschen fort.

Im neuen Haus ist der Tanzlehrer gekommen und übt mit verschiedenen Gruppen.

Die kleinen machen ein kleines Nickerchen
Für die Jüngsten wird manchmal auch ein Nickerchen nötig

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